Alle Beiträge von Wolfgang Hafner

Mandolinen erklingen beim Naturfreunde-Jubiläum


Am Sonntag, den 21. Oktober feierten die Naturfreunde Neckarsulm ihr 100jähriges Jubiläum. Das Mandolinen-Orchester Neckarsulm, das im Jahr 2020 seinen 100jährigen Geburtstag feiert, umrahmte das Festprogramm mit mehreren musikalischen Beiträgen, bekannten Melodien und internationaler Folklore.

Die Naturfreunde NSU wurden 1918, noch kurz vor dem Ende des Ersten Weltkrieges gegründet, das Mandolinen-Orchester 1920, kurz danach. Der 8-Stunden-Tag wurde damals gerade eingeführt, es wurde allerdings noch 6 Tage in der Woche gearbeitet. Es gab noch keinen Radio- oder Fernsehempfänger und Autos waren sehr wenigen, sehr reichen Menschen vorbehalten. Die arbeitenden Menschen begannen, den Wert der arbeitsfreien Zeit zu entdecken. Musik zu machen, wandern zu gehen oder anders in der Gruppe oder im Verein ihre Freizeit zu verbringen. Dies war mit viel Zeit- und Energieaufwand verbunden, bekam aber damals schon einen immer höheren Stellenwert, zumal in schweren Zeiten.

Heute ist der Freizeitanteil am Leben der Menschen stark gestiegen und man muss nicht mehr stundenlange Wege in Kauf nehmen, um z. B. mit anderen Musik zu machen, etwas zu unternehmen  oder ein Konzert zu besuchen. Der Reiz der Musik und gemeinsam beim Wandern genossener Natur ist geblieben und wird bleiben. Vielleicht umso mehr, je stärker die Menschen sich heutzutage in der globalisierten Welt zu verlieren scheinen. 

Mandolinenklänge im Oktober


Herbstkonzert in Obereisesheim

Schwerpunkt des Konzerts waren folkloristische Klänge aus Südamerika und Europa. Es begann mit dem Stück Casablanca im Rhythmus des lateinamerikanischen Turniertanzes Paso Doble. Danach folgte ein bunter Reigen typisch irischer Folklore, sowohl schneller als auch zeitlos schöner besinnlich träumerischer Melodien, u.a. von dem bekannten irischen Komponisten und Harfenspieler Turlough O’Carolan aus dem 18. Jahrhundert. Traditionelle südamerikanische Folklore aus Venezuela, Chile und Peru, untermalt durch diverse Schlag- und Rhythmusinstrumente, erzeugte eine weitere Klangfarbe.

Mit Csardas, dem bekanntesten Stück des italienischen Komponisten Vittorio Monti, folgte ein Beitrag im Grunde typischer ungarischer Volksmusik. Bekannte und traditionelle Melodien aus Italien und Spanien erklangen im Anschluss. Ein rassiger argentinischer Tango (Por una cabeza) und ein venezolanischer Walzer rundeten das Programm ab.

Zur Würdigung des Auftrittsortes spielte das Mandolinen-Orchester am Ende den bekannten Choral „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach. Der anhaltende Applaus zeigte, dass diese Art von Musik auch heute noch Menschen begeistern kann. Als Zugabe spielte man mit den „Wolgaklängen“ auch noch einen Strauß russischer Melodien.

Bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlich warmen Temperaturen kamen am Sonntag, dem 14. Oktober, mehr als 100 Musikliebhaber in die ev. Mauritiuskirche in Obereisesheim, um das Herbstkonzert des Mandolinen-Orchesters Neckarsulm mitzuerleben. Das Ensemble der Mandolinen, Mandolas und Gitarren, verstärkt durch einen Kontrabass und Perkussionsinstrumente, kam in der guten Akustik der Kirche wirkungsvoll zur Geltung.

Das Mandolinen-Orchester Neckarsulm bringt Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre ins Seniorenheim

Am Samstag, den 10. November sah es im Seniorenzentrum St. Urban in Erlenbach aus wie in einem Wiener Kaffeehaus. Alles war stilecht und liebevoll hergerichtet und dekoriert. Sachertorte und Mozartkugeln wurden zum duftenden Röstkaffee serviert, selbst Wolfgang Amadeus Mozart (zugegebenermaßen nur als lebensgroße Puppe) weilte inmitten der Bewohner und Gäste des Seniorenheims.

Da durfte die Musik nicht fehlen. Das Mandolinenorchester Neckarsulm begleitete die nachmittägliche Stunde mit einigen Stücken, vor allem aus dem österreichisch-ungarischen Kulturkreis, darunter eine böhmische Polka, ein Wiener Walzer und Joska, eine ergreifende Zigeuner-Romanze, die ursprünglich für Violine komponiert wurde. Neben weiteren Stücken aus aller Welt spielte man die bekannte Zitherballade aus dem Nachkriegsfilm „der dritte Mann“, das ungarische Csardas, und – was bei den Senioren am besten ankam – den bekannten Marsch „Wien bleibt Wien“.

Zwischen den Musikstücken hatte das Team des Seniorenheims einige Anekdoten und Geschichten rund um das typische Wiener Kaffeehaus vorbereitet, z. B. über die Sachertorte, Entstehung und Inhalt der Mozartkugel, die Geschichte des Kaffees usw..

Strahlende Gesichter und viel Applaus zeugten von einer gelungenen Verbindung von Musik und Unterhaltung. Für viele der Zuhörer war die Musik eines Zupforchesters aus Mandolinen, Mandolas und Gitarren eine neue Erfahrung. Das Orchester wird bei passender Gelegenheit sicher wiederkommen.

 

 

Bild 1: Das Orchester legt los

 

 

 

Bild 2: Konzentration an der Mandoline

 

 

 

 

Bild 3: Wolfgang Amadeus schaut den Gitarristen über die Schulter

Rückblick Konzert Seniorenheim

Konzertrückblick Seniorenheim Drautz

Das Konzert Konzert für die Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenheimes der Rich. Drautz Stiftung in Heilbronn am 17.03.2018 fand großen Anklang. Die Aufmerksamkeit des Publikums reichte von andächtigem Hören über vorsichtiges Mitsingen bis hin zum tosenden Beifall.
Im Anschluss wurde sofort gefragt, wann das Orchester das nächste Mal kommt.

Rückblick auf die Generalversammlung 2018

Generalversammlung 2018 im Zeichen der Kontinuität

Am Freitag, den 20. April 2018 fand die diesjährige Generalversammlung des Mandolinenorchesters Neckarsulm statt. Das Orchester hat eine lange Tradition. Im Jahr 2020 wird es 100 Jahre alt werden.

Die Vorsitzende Ellen Kolgeci konnte auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken, es gab etliche musikalische Auftritte:
das Jahreskonzert in der Musikschule Neckarsulm
das Waldfest am Schweinshag
ein Konzerte im Festsaal des Klinikums am Weißenhof
Kurkonzerte in Bad Wimpfen und am Gesundbrunnen Heilbronn
sowie im Haus Ganzhorn (Neckarsulm) und dem Seniorenheim der Rich. Drautz Stiftung Heilbronn.

Die langjährige Dirigentin Gabriele Hafner lobte die gute Zusammenarbeit und die produktive Atmosphäre im Orchester, die es ermögliche, mit Freude am Spielen gute Musik für ein breites Publikum zu machen, wie z.B. populären Melodien und anspruchsvolle und zeitgenössische Stücke.

Nach den weiteren routinemäßigen Berichten wurden 5 Vereinsmitglieder für langjährige Mitgliedschaft geehrt:

für 60 Jahre: Elisabeth Huspenina, Karl Bolch und Eckhard Erlewein

für 40 Jahre: Luise Ühlin und Irene Dukiewicz.

Am Ende ging der Blick nach vorne: es gibt bereits Überlegungen für das Jubiläumsjahr 2020, in dem das Orchester 100 Jahre alt wird und das nächste Waldfest am Schweinshag ist schon aktiv vorbereitet, es findet am Sonntag, den 27. Mai 2018statt .

 

Die Vorsitzende Ellen Kolgeci mit den Jubilarinnen Elisabeth Huspenina (li.) und Irene Dukiewicz (re.)